Ministrieren im Dom – eine prägende Zeit

Erstellt von Stefanie Hinterleitner | | Geschichten & Personen

Seit vielen Jahrzehnten zeichnet sich die Dompfarre Linz durch eine rege Ministrantinnen- und Ministrantenarbeit aus.

© Dompfarre Linz

Es fällt auf, wenn sie bei der Liturgie nicht da sind: die Ministrantinnen und Ministranten. Die Jungen und Mädchen aus der Dompfarre sind es, die Sonntag für Sonntag und auch bei Bischofsmessen ihren Dienst am Altar verrichten und damit ganz wesentlich zu einer guten Liturgie im Dom beitragen. Seit vielen Jahrzehnten schon zeichnet sich die Dompfarre Linz durch eine rege Ministrantinnen- und Ministrantenarbeit aus. Eingeschult werden sie von Dompfarrer Maximilian Strasser, der jeden Freitag eine Ministunde für die jungen Ministrantinnen und Ministranten abhält. Die älteren treffen sich mit Mini-Leiterinnen und -Leitern aus der Pfarre zu regelmäßigen Gruppenstunden. Selbst jene, die schon länger nicht mehr ministrieren, erzählen, dass sie diese Zeit besonders geprägt hat.

Etwas fürs Leben

David Wurm erinnert sich, dass er als Ministrant viel von den vielen unscheinbaren Aspekten der Liturgie mitgenommen hat. Auch wenn es über 20 Jahre her ist, dass er als Ministrant und später auch als sogenannter Zeremoniär im Dom im Einsatz war, sind ihm noch viele Details in Erinnerung. „Ein fester, wenn auch selten sichtbarer, Bestandteil der Einstimmung auf die Liturgie ist das Ministrantengebet. Es wird von den Ministrantinnen und Ministranten direkt vor dem Einzug gesprochen und beginnt mit ‚Herr Jesus Christus. Du hast uns zum Dienst am Altar gerufen ...‘. Einmal habe ich stattdessen begonnen mit ‚Komm Herr Jesus, sei uns Gast und segne was du uns bescheret hast. Amen‘. Worauf hin Dompfarrer Max Strasser meinte, ein Tischgebet ist keine unpassende Vorbereitung auf die Eucharistie“, erinnert sich der ehemalige Ministrant. Auch Eva Raschhofer kann schon auf eine lange Zeit als Ministrantin zurückblicken. Seit 14 Jahren ist sie in diesem Dienst aktiv, mit dem Studium in Wien hat sich die Intensität natürlich etwas geändert. Auch für sie war ihre aktive Ministrantinnenzeit eine prägende, in der sie viel lernen durfte. „Durch den Ministrantinnendienst habe ich gelernt, wie man sich auf einer „Bühne“ am besten präsentieren soll, sei es Sitzhaltung, deutliche Aussprache oder Schritttempo. Zudem bekam ich ein Bewusstsein für Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft, da man als Ministrantin, nicht nur auf sich zu achten hat, sondern auch stets auf andere Minis, Mitfeiernde, oder den Priester. Außerdem habe ich in der Zeit als Ministrantin viele Freunde und jahrelange Bekanntschaften kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte“. Auch der aktuelle Minileiter Felix Lipa hat beim Ministrieren schon viel für das Leben gelernt: „Eine der wichtigsten Sachen, die man mit der Zeit beim Ministrieren lernt, ist, dass man eine Messe nur zusammen als Gemeinschaft gut meistern kann. Das heißt, dass man sich auf andere verlassen kann aber sich auch andere auf einen selbst verlassen können müssen.“

In der Minisakristei

Wenn man vor einer Messe in die Ministrantinnen- und Ministrantensakristei kommt, dann herrscht meist reges Treiben. Gewänder in der jeweils richtigen liturgischen Farbe werden aus den Schränken geholt, Dienste eingeteilt und noch letzte Besprechungen mit dem zuständigen Priester getroffen. Besonders bei Bischofsmessen müssen die Jungen und Mädchen genau wissen, was zu tun ist. Die Ministrantinnen und Ministranten im Dom dürfen schon seit langem bei Bischofsmessen den Zeremoniärsdienst ausüben. Eine besonders anspruchsvolle Aufgabe, weil man viel im Blick behalten muss.

Anna-Lea Naderer, eine der jüngeren Ministrantinnen fühlte sich von Beginn an sehr wohl in der Gruppe. „Mir gefällt die Gemeinschaft in den Gottesdiensten und auch in den Gruppenstunden. Durch die Messen und Gemeinschaft bekomme ich immer wieder viel Kraft für die nächste Woche“, so die junge Ministrantin. Der Dom ist für sie ein sehr besonderer Ort, an den sie immer wieder gerne kommt. „Großartig ist auch, dass uns Dompfarrer Maximilian Strasser und Pastoralassistentin Stefanie Hinterleitner immer mit kleinen Tipps unterstützen und für uns da sind.“

Für Minileiter Felix Lipa ist die Größe des Doms besonders imposant. „Alles ist im Dom ein bisschen größer, ob das Bauwerk oder die Bischofsmessen, bei denen nicht nur viele Menschen mitfeiern, sondern auch viele unterschiedliche Personen an der Vorbereitung und Gestaltung involviert sind“, so der 18-Jährige. So wie er sind auch alle anderen Ministrantinnen und Ministranten stolz, im Mariendom bei der Liturgie eine so wichtige Rolle übernehmen zu dürfen.

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© Dompfarre Linz
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