Aller guten Dinge sind drei

Erstellt von Lisa Diesenberger | | Veranstaltungen

Die Organisatorin von Advent am Dom im Gespräch

Foto: Mariendom Linz

Einen langen Atem und großes Organisationsgeschick hat Maria Gräf bei der Planung von Advent am Dom, dem neuen Adventmarkt am Linzer Domplatz, bewiesen. Die Kirchdorferin begann im Mai 2019 ihre Tätigkeit bei der Diözesanen Immobilienstiftung. Eines der großen Projekte war von Beginn an die Planung des Adventmarktes, welcher für Dezember 2020 geplant war. Doch dann kam Corona! „Damals war es in keinster Weise absehbar, dass der Markt abgesagt werden muss, weshalb die Planung trotz Lockdown vorangetrieben wurde. Im Oktober erhielten wir leider die Absage!“, so die Hauptverantwortliche über die erste Hiobsbotschaft. Und wie sich herausstellte, blieb es nicht bei dieser. „Auch 2021 wurde der Markt geplant und erneut abgesagt. Zu diesem Zeitpunkt war das Hüttendorf allerdings bereits fertig aufgebaut.“

Umso größer war dann heuer die Freude, dass heuer tatsächlich die Premiere von Advent am Dom gefeiert werden konnte.

Backstage bei Advent am Dom

Als Besucherin oder Besucher merkt man nur selten den enormen Arbeits- und Organisationsaufwand, der hinter einer Veranstaltung steckt. Oft sind es Kleinigkeiten, die über den Erfolg entscheiden. Maria Gräf gibt uns einen kleinen Einblick in ihre To-do-Liste: „Gerade weil der Markt zum ‚ersten‘ Mal stattfand, war die Ausstellerakquise ein großes Thema. Ich war an vielen Wochenenden auf Märkten unterwegs und habe – unterstützt von Kolleginnen und Kollegen – stundenlang im Internet recherchiert, weil es uns wirklich wichtig war, hochwertiges Kunsthandwerk aus der Region anzubieten. Und dann gibt es natürlich einen Riesenbereich an organisatorischen Aufgaben, die im Vorfeld anfallen – behördliche Genehmigungsverfahren, technische Infrastruktur, feuerpolizeiliche Auflagen, Verträge und so vieles mehr.“

Die Reise des Häferls

Bis ins kleinste Detail muss so ein Adventmarkt durchgeplant werden. An welche Kleinigkeiten die Organisatorin denken musste, zeigt der Weg des Häferls sehr gut: Man geht auf den Adventmarkt, bestellt einen Punsch, bekommt ein Häferl des leckeren Getränks, lässt es sich schmecken und gibt das Häferl wieder zurück. Welchen Weg dieses vorher und nachher zurücklegt, verrät die 42-Jährige: „Zuerst einmal mussten die Häferl designt und bestellt werden. Ganze 10.000 Stück wurden dann händisch in die vorbereiteten Racks im Ausstellungsraum des Mariendoms geräumt – so voll war dieser wohl noch nie! Die benutzen Häferl holte jeden Abend ein Logistikunternehmen ab und brachte sie sauber wieder zu Advent am Dom zurück.“

Stichwort: Hütte

Für eine beeindruckende Kulisse bei Advent am Dom sorgte nicht nur die größte Kirche Österreichs, sondern auch das einheitlich gestaltete Hüttendorf. Die robusten Vollholzhütten wurden von der Firma m-Haus, einem oberösterreichischen Holzproduzenten, designt und gefertigt. „Eines meiner persönlichen Highlights waren die liebevoll und mit viel Kreativität gestalteten Hütten. Obwohl grundsätzlich jeder Stand gleich war, wurden sie von den Ausstellerinnen und Ausstellern dennoch ganz individuell präsentiert und zu etwas Einzigartigem gemacht“, betont die Organisatorin.

Das gibt’s sonst nirgends

Eine weitere Besonderheit bei Advent am Dom war das umfangreiche, kostenlose und mit viel Liebe geplante Rahmenprogramm. Wichtiger Partner dabei war die Caritas OÖ, die mit Katharina Forstinger eine extrem engagierte Mitarbeiterin hat, die jeweils von Dienstag bis Sonntag ein tägliches Programm überlegt und organisiert hat. „Es war für mich faszinierend zu beobachten, wie verwundert die Gäste über die kostenlosen Angebote waren. Oft haben wir gehört: ‚Kostet das was?‘. Die Menschen sind es nicht mehr gewohnt, etwas ohne Gegenleistung zu erhalten.“ So hat beispielsweise die Caritas Barbarazweigerl verteilt und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese haben Glückskekse an die Gäste verteilt. Es gab ein Engel-Fotoshooting und die Besucherinnen und Besucher durften ihren Herzenswunsch an einen der Christbäume im Linzer Mariendom hängen. „Wenn es uns gelungen ist, dass die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes ‚gestärkt‘ nach Hause gegangen sind, dann freut uns das“, so Maria Gräf.

Ein Advent im Zeichen der Arbeit

Privat ist die Hauptorganisatorin von Advent am Dom Ehefrau und Mutter von drei Kindern. Ihre Familie musste besonders in der Adventzeit stark zurückstecken. Daher freut sich Maria Gräf nun umso mehr, ruhige Weihnachten im Kreise Ihrer Lieben verbringen zu können. Und ab Jänner geht`s dann schon wieder weiter mit der Planung von Advent am Dom 2023 😉.

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Foto: R. Haidinger
Maria Gräf mit ihrem Sohn beim Kinderprogramm
Foto: R. Haidinger
Foto: Mariendom Linz

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