Advent am Dom: Jeden Tag ein Kunstwerk

Erstellt von Lisa Diesenberger | | Veranstaltungen

Der Adventkalender der KUNST St. Pius

Foto: Martina Noll

Von 25. November bis 23. Dezember 2022 haben Sie die Gelegenheit, den ersten Adventmarkt am Linzer Domplatz zu besuchen. Es erwartet Sie eine gelungene Symbiose aus echtem Kunsthandwerk, regionaler Kulinarik und spirituellen Impulsen – und das umrahmt von einer beeindruckenden Kulisse. 

Ein Highlight ist ab 1. Dezember der ganz besondere Adventkalender, der auf den Markthütten präsentiert wird. Dafür zeigen sich fünf Künstlerinnen und Künstler der KUNST St. Pius verantwortlich. Am Caritas-Standort Peuerbach haben sie 24 Bilder unter dem Titel „Stille – Warten – Ankunft“ gemalt, welche nun in vergrößerter Form die einzelnen Hütten bei Advent am Dom zieren. Jeden Tag wird ein weiteres Kunstwerk erleuchtet, sodass am 24. Dezember die Besucherinnen und Besucher der Weihnachtsgottesdienste durch ein malerisches Hüttendorf in den Mariendom gelangen.

Ein Blick ins Atelier der KUNST St. Pius

Beeindruckendes künstlerisches Potenzial und kraftvolle, inspirierende Werke erspäht man bei einem Blick ins Atelier der KUNST St. Pius. Bereits seit 20 Jahren fördert die Caritas Oberösterreich Kunst von Menschen mit Beeinträchtigungen. Dabei werden die Künstlerinnen und Künstler nicht als Beeinträchtigte wahrgenommen, sondern verdientermaßen als professionelle Kunstschaffende. Die Caritas Oberösterreich bietet einen Raum zur Entfaltung, wo die Menschen aufblühen. Beim Gestaltungsprozess wird stets Assistenz angeboten, aber keinesfalls aufgedrängt. Eine dieser Ansprechpartnerinnen für die Künstlerinnen und Künstler ist Andrea Hinterberger. Nach der Pensionierung von Theresia Klaffenböck folgte sie als künstlerische Leiterin der KUNST St. Pius. An der Kreation der Bilder für den Advent am Dom-Adventkalender waren sie beide beteiligt.

Der künstlerische Prozess

Das Adventkalender-Projekt begann nach einem Besuch von Dompfarrer Maximilian Strasser bei der KUNST St. Pius in Peuerbach. Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern unterhielt er sich über Geschichten aus der Bibel, welche als Inspiration für die Gemälde dienten. „Uns hat der Besuch von Herrn Strasser wirklich beeindruckt, da er einen ganz feinen Sinn für bildende Künste hat. Ich glaube, er ist ein großer Kunstkenner, wodurch er sofort andocken konnte“, so Hinterberger.

Den Kunstschaffenden wurde bei der Gestaltung sehr viel Freiraum gelassen. „Längliche Papierstreifen und die Bibelzitate dienten uns als Ausgangspunkt. Konkrete Vorgaben wurden den Künstlerinnen und Künstlern allerdings nicht gesetzt. Die berührenden Kunstwerke entstanden demnach vollkommen frei mit viel Raum zur eigenen Interpretation“, erzählt sie über den Gestaltungsprozess.

Kunst beflügelt

„Für die Kunstschaffenden der KUNST St. Pius war die Gestaltung des Adventkalenders etwas ganz Besonderes. Generell gehen Menschen mit Beeinträchtigung das Malen stets mit beeindruckendem Enthusiasmus an. Sie freuen sich immer wahnsinnig über das Material und die Tatsache, dass sie damit etwas Tolles bewirken können. Für mich ist es erstaunlich, dass Künstlerinnen und Künstler mit Beeinträchtigung vor dem Malen nicht lange überlegen. Sie arbeiten einfach drauf los und müssen nicht alles hinterfragen. Da gibt es kein ‚das kann ich nicht‘ oder ‚das wird nichts‘!“, zeigt sich die künstlerische Leiterin sichtlich beeindruckt von der Zwanglosigkeit.

Die KUNST St. Pius bei Advent am Dom erleben

Die KUNST St. Pius ist bei Advent am Dom nicht nur mit dem Adventkalender vertreten. Hier finden Sie zwei weitere Veranstaltungstipps:

  • Im Flügelrausch des Domklangs: Lauschen Sie am 3. Dezember um 15.00 Uhr den Texten der Literaturgruppe KUNST St. Pius und den wohltuenden Klängen des Musikensembles „musica invita“.
  • Stille zu hören: Am 23. Dezember ebenfalls um 15.00 Uhr ist Andrea Hinterberger gemeinsam mit einer Literatin der KUNST St. Pius zu hören. Es erwartet Sie sprachliche Dichte und Tiefe in Verbindung mit einer zauberhaften Leichtigkeit.
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Foto: Andrea Hinterberger
Foto: Andrea Hinterberger

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