5 Tipps für den vorweihnachtlichen Besuch des Mariendoms

Erstellt von Martina Noll | | Erlebnis

Der Mariendom ist 365 Tage im Jahr einen Besuch wert.

© Mariendom Linz

Gerade im Advent gib es aber in der größten Kirche Österreichs besonders viel zu entdecken. Hier sind fünf Tipps, die Ihren vorweihnachtlichen Besuch im Mariendom zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Tipp 1: Der Weihnachtswald der Herzenswünsche

Wir legen Ihnen ans Herz, den Mariendom beim Haupteingang, dem Turmportal, zu betreten. Schon nach den ersten Metern werden Ihnen die Bäume auffallen, die darauf warten, von unseren Besucherinnen und Besuchern mit Wünschen geschmückt zu werden. Wir laden auch Sie ein: schreiben Sie Ihre Herzenswünsche auf eine der Karten, die vorne links und rechts bei den seitlichen Eingängen aufliegen und hängen Sie die Karte auf einen der Bäume. So entsteht mitten in der Stadt ein Wald der Herzenswünsche – eine berührende Aktion, die den Mariendom mit Wärme erfüllt.

Tipp 2: Das nicht mehr „verrückte“ Weihnachtsbild

Im Altarbereich angekommen lohnt sich ein Blick nach oben auf die Gemäldefenster im Hochchor des Mariendoms. Gleich das erste auf der linken Seite ist ein ganz besonderes Kunstwerk: das Fenster „Geburt Christi“. Es stellt das Weihnachtsgeheimnis dar und zeigt im Hauptbild das Jesus-Kind, Maria und Josef, Ochs und Esel und die Hirten, denen die Geburt Jesu verkündet wird.

Bis vor kurzem bemerkte man beim genaueren Betrachten des Fensters, dass die beiden mittleren zwei Teile des Hauptbildes in der zweiten Reihe von unten vertauscht worden waren. Es war immer wieder erheiternd, bei Domführungen auf diese durchaus komische Situation hinzuweisen. Die Verwechslung der beiden Scheiben dürfte beim Wiedereinbau nach einer Reparatur passiert sein. Bei der kürzlich fertig gestellten Restaurierung wurde das wurden die Fensterfelder wieder korrekt eingesetzt.

Tipp 3: Maria und Josef auf Augenhöhe begegnen

Ein Must-See ist im Advent und rund um Weihnachten die Krippe im Dom. Sie befindet sich in der Krypta des Mariendoms, den Abgang finden Sie gleich zu Beginn des linken Kapellenkranzes. Die Krippe ist ein Werk des Münchner Bildhauers und Künstlers Sebastian Osterrieder und zählt mit 12 Meter Länge und fünf Meter Tiefe zu den größten und wertvollsten Krippenanlagen weltweit. Vor rund zwei Jahren wurde das Kunstwerk einer umfangreichen Restaurierung unterzogen und erstrahlt seitdem in der Krypta in neuem Glanze.

Das Besondere: Dank einer Kooperation mit dem Ars Electronica Futurelab kann die Krippe – das ist weltweit einzigartig – mit all ihren detailreichen Figuren und der Krippenarchitektur auch virtuell mit 3D-Brille erlebt werden. Sie können dadurch auf ganz neue und außergewöhnliche Weise in die Weihnachtsgeschichte eintauchen und den Figuren auf Augenhöhe begegnen. Mit Texten von Dompfarrer Maximilian Strasser, in denen er ausgewählte Figuren der Krippe und ihre Geschichten theologisch betrachtet und beleuchtet, wird die virtuelle Inszenierung zu einem Erlebnis für Augen und Ohren.

Hier die Öffnungszeiten der Krippe im Dom:

  • Noch bis 23. Dezember: täglich von 11 bis 20 Uhr, virtuelle Krippe 14 bis 17 Uhr
  • 24. Dezember bis 7. Jänner: täglich 11 bis 17 Uhr, virtuelle Krippe 14 bis 17 Uhr
  • 14. Jänner, 21. Jänner und 28. Jänner: 11 bis 17 Uhr

Tipp 4: Wege zur Weihnacht im Mariendom begehen

An verschiedenen Stationen im Mariendom weisen Sie in der Vorweihnachtszeit Tafeln auf adventliche und weihnachtliche Motive hin. Wir laden Sie ein, in Ruhe durch den Dom zu spazieren, die Stationen zu entdecken, innezuhalten, zu verweilen und die Texte auf sich wirken zu lassen.

Die Wege zur Weihnacht können auch bei einer Führung begangen werden. Dabei führt der Weg von der Krippe über die Wendeltreppe auf die Innengalerie des Doms, die einen einzigartigen Blick in den riesigen Innenraum und auf die kunstvoll bemalten Hochchorfenster bietet. Diese Spezialführung findet im Advent und zu Weihnachten jeweils sonntags um 15.00 Uhr sowie an den Feiertagen (25. und 26. Dezember, 1. und 6. Jänner, keine Führung am 24. Dezember) statt.

Anmeldungen im DomCenter am Domplatz, Tel. 07327946100
Ermäßigung für Abonnentinnen und Abonnenten der Kirchenzeitung
 

Tipp 5: Advent am Dom – Hochwertiges Kunsthandwerk und Kulinarik

Keinesfalls verpassen sollten Sie in diesen Tagen, nach Ihrem Besuch des Mariendoms noch bei Advent am Dom vorbeizuschauen. Bei unserem Adventmarkt am Domplatz können Sie nicht nur stressfrei und in angenehmer Atmosphäre gustieren und Geschenke kaufen, auch regionale Schmankerl wie Punsch und Bratwürstel, orientalische Gerichte, Baumkuchen, Gulasch, vegetarisches Curry, Pofesen und vieles mehr gibt`s zu entdecken und verkosten.

Jeweils an den Samstagen und Sonntagen (14.00 bis 17.00 Uhr) findet in Kooperation mit der Katholischen Jungschar ein Programm für Kinder in den Räumlichkeiten der CARLA (Baumbachstraße 3) statt. Die kleinen Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf Kreativ- und Bastelstationen, eine Rätselrallye und Vorlesestunden freuen.

Noch bis 23. Dezember am Domplatz: www.adventamdom.at

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Weihnachtswald der Herzenswünsche © Richard Haidinger
Virtuelle Krippe im Dom © Richard Haidinger
Advent am Dom © Richard Haidinger

Ich habe eine spannende Geschichte rund um den Linzer Mariendom. Bitte kontaktieren Sie mich.